Paul auf dem PC
Bild: Lange
Hier könnt ihr euch kostenlos Bildschirmhintergründe herunterladen.
Seitenarchiv
Foto: StN
Pauls schönste Seiten zum Durchstöbern
Impressum
Kontakt
Der neue Bundespräsident Christian Wulff und seine Frau Bettina Wulff. (Foto: dpa) Der neue Bundespräsident Christian Wulff und seine Frau Bettina Wulff.
Foto: dpa

Ein Präsident für das Volk

Dies ist also das neue Oberhaupt der Bundesrepublik Deutschland - dieser Kopf mit dem leicht angegrauten Haar und der randlosen Brille. Es ist der Kopf eines Mannes namens Christian Wulff. Der ist gestern zum Bundespräsidenten gewählt worden.

Das klingt nach einem richtig mächtigen Mann. Doch obwohl der Bundespräsident der erste Mann im Staate ist, sind es andere, die in der Politik mitbestimmen. Allen voran die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ihre Regierung macht die Gesetze - und der Bundespräsident unterschreibt sie, damit sie in Kraft treten können. Man kann sagen, dass die Kanzlerin die Regierung führt, der Präsident vertritt das ganze Land.

Ein Bundespräsident schüttelt viele Hände - die von Politikern, wie dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama. Aber auch die von ganz normalen Menschen. Wulffs Vorgänger Horst Köhler ist beispielsweise oft nach Afrika gereist, um den armen Menschen dort seine Unterstützung zuzusagen. Oder er besuchte die deutschen Soldaten in Afghanistan und sprach ihnen Mut zu. Experten wie der Politikwissenschaftler Jan Tonnemacher von der Uni Hohenheim sagen, dass sich ein Bundespräsident gegenüber den Menschen in Deutschland ein bisschen verhalten muss wie ein Vater. "Er muss den Bürgern sagen, was falsch und was richtig ist", sagt er. Dass sie beispielsweise mehr auf ihre Gesundheit achten und netter zueinander sein sollen. "Die Bürger brauchen jemandem, der sie führt", sagt Jan Tonnemacher.

Ob Christian Wulff ein guter Bundesvater werden wird, muss sich noch zeigen. Jetzt wird er erst einmal beschäftigt sein, mit seiner Familie nach Berlin umzuziehen - doch nicht in eine kleine Privatwohnung. Als Bundespräsident darf er in einem richtigen Schloss wohnen. Dort müssen für die beiden Söhne jetzt zwei Kinderzimmer eingerichtet werden. Weil die früheren Bundespräsidenten alle recht alt waren, haben in dem Schloss noch nie kleine Kinder gewohnt. Weshalb sich Angela Merkel schon ganz besonders auf einen Besuch beim Bundespräsidenten freut: "Ich stelle mir das wunderschön vor, wenn ein Kinderlachen durch Schloss Bellevue geht", sagt sie.


Von Regine Warth