Wissenschaftler des DLR rüsteten das Flugzeug zum Beispiel mit einem speziellen Laser und anderen Instrumenten aus, mit denen sie Teilchen in der Luft untersuchen können.Eine Aschewolke schwebt über Europa - doch was steckt in ihr? Wie dick sind die einzelnen Teilchen, woraus bestehen sie, wie viele sind es? Auf solche Fragen hätten viele Forscher gerade gern genaue Antworten. Denn dann könnten sie unter anderem besser verstehen, wie gefährlich die Aschewolke für Flugzeuge ist.
Ein Vulkan auf Island speit die Asche seit Tagen in die Luft. In vielen Teilen Europas lag deshalb der Flugverkehr tagelang komplett lahm. Am frühen Montagabend sollten auf deutschen Flughäfen aber wieder erste Maschinen starten und landen.
Über die merkwürdige Wolke könnten deutsche Forscher nun bald genauer bescheid wissen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, kurz DLR, schickte ein Flugzeug in die Luft, das sie untersuchen soll. Die Maschine namens Falcon 20E startete am Nachmittag von Oberpfaffenhofen in Bayern. Der Flug sollte zwei bis drei Stunden dauern und einmal quer über Deutschland führen. In einer Höhe von 3000 bis 10 000 Meter wollten die Forscher Daten sammeln.
Wissenschaftler des DLR waren das ganze Wochenende über damit beschäftigt gewesen, das Flugzeug vorzubereiten. Sie rüsteten es zum Beispiel mit einem speziellen Laser und anderen Instrumenten aus, mit denen sie Teilchen in der Luft untersuchen können.
Die Ergebnisse des Flugs wurden gespannt erwartet. Bis alle Daten des Flugs ausgewertet sind, wird es wohl eine Weile dauern - und zwar einige Stunden bis mehrere Tage.
Am Wochenende hatten sich Vertreter der Fluggesellschaften darüber beklagt, dass solche Messungen nicht schon früher gemacht wurden. So ein Messflug sei alles andere als alltäglich und musste gut vorbereitet werden, sagte dazu ein wichtiger Mann vom DLR.
dpa