Ein indischer Soldat steht unter einer Rakete, die zu den Atomwaffen zählt. Atomwaffen dürfen nicht in falsche Hände geraten. Darin sind sich die meisten Staaten einig. Doch wie kann man verhindern, dass jemand mit den gefährlichen Waffen Schreckliches anrichtet? Es gibt einen
Vertrag, der das regeln soll. Er hat einen schwierigen Namen: Atomwaffensperrvertrag. Vor rund 40 Jahren wurde er beschlossen. Inzwischen haben ihn fast alle
Länder der Welt unterzeichnet.
In dem Vertrag steht: Fünf Länder dürfen Atomwaffen besitzen. Das sind die USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich. Sie dürfen anderen Staaten aber nicht verraten, wie man solche Waffen baut, oder ihnen das Material dazu geben. Die restlichen Länder dürfen die Technik der Atomenergie nur nutzen, um zum Beispiel Strom in Kraftwerken zu erzeugen. Eine Behörde soll überprüfen, ob sich auch jeder dran hält. Sie heißt Internationale
Atomenergiebehörde.
Es gibt bei der Sache allerdings zwei Haken: Erstens weigern sich manche Länder, den Vertrag zu unterzeichnen. Dazu gehören Indien, Pakistan und Israel. Außerdem ist Nordkorea aus dem Vertrag ausgetreten. Die Staaten liegen in Asien und besitzen wohl schon Atomwaffen. Für sie gelten die Regeln des Vertrags nicht. Das macht vielen Ländern große Sorgen.
Zweitens arbeiten nicht alle Staaten gut mit der Atomenergiebehörde zusammen. Das trifft auf den Iran in Asien zu. Seine Regierung sagt, sie wolle gar keine Atomwaffen bauen, sondern die Atomenergie nur friedlich nutzen. Das glaubt ihr aber nicht jeder, besonders nicht die USA. Deshalb gibt es immer wieder Streit.
dpa