Bei Allergien spielt das Immunsystem des Körpers verrückt.Es juckt. Und wie. Ein Gummibärchen hat gereicht, schon ringt Steffi um Luft und bekommt rote Flecken im Gesicht. Und alles nur, weil Steffi gegen Zitronensäure allergisch ist. Die steckt nämlich nicht nur in Früchten, sondern auch in Süßigkeiten. „Früher habe ich alles essen können“, sagt Steffi. Doch seit ein paar Jahren spielt ihr Körper verrückt.
So wie Steffi geht es vielen Kindern. Fachleute von einer Krankenkasse haben jetzt herausgefunden, dass in Baden-Württemberg jedes sechste Kind unter einer Allergie leidet. Meist sind sie gegen Staub oder Blütenpollen allergisch.
Was läuft falsch im Körper von Allergikern?
Bei Allergien spielt das Immunsystem des Körpers verrückt. Das Immunsystem ist eine Art Gesundheitspolizei des Körpers. Es ist dafür verantwortlich, dass der Körper nicht ständig krank wird. Bei Allergikern bekämpft das Immunsystem aber auch ganz harmlose Stoffe wie eben die Zitronensäure. Es kann also gefährliche Erreger von ungefährlichen nicht mehr unterscheiden.
Was passiert bei einer Allergie?
Die Allergieauslöser, wie etwa Blütenpollen oder die Zitronensäure, gelangen in den Körper. Sie werden beispielsweise eingeatmet oder gegessen. Sofort beginnt das Immunsystem, sogenannte Antikörper zu bilden. Normalerweise sind das die Polizisten des Körpers, die die Krankheitserreger bekämpfen.
Allergiker entwickeln eine besondere Form von Antikörpern, die sich nur auf Blütenpollen oder Zitronensäure spezialisiert haben. Weil diese die Allergieauslöser nur verhaften, aber nicht zerstören können, haben sie eine Zelle im Schlepptau. In der Zelle befindet sich Histamin. Das ist ein Stoff, den der Körper braucht, um sich gegen die vermeintlich gefährlichen Eindringlinge zu wehren.
Beim ersten Kontakt mit den Allergieauslösern macht sich das Immunsystem erst einmal ein Bild von den Eindringlingen und produziert ganz viele Antikörper. Beim nächsten Mal kann es dann umso schneller reagieren: Sobald ein Antikörper einen Eindringling gepackt hat, platzt die Zelle, und das Histamin kommt frei. Das Histamin löst dann Atemnot oder Hautausschläge aus.
Regine Warth