Viele Menschen schlafen draußen, weil ihre Häuser zerstört sind oder weil sie Angst vor Nachbeben haben.In dem Inselstaat Haiti hat die Erde wieder gebebt. Solche Nachbeben folgen häufig nach großen Erdbeben. Dieses Mal hat der Boden fünf Sekunden lang gewackelt. Weitere Häuser sind eingestürzt. Dabei sind auch Menschen gestorben.
Das Nachbeben war zwar nicht ganz so schlimm wie das Beben vor einer Woche, dennoch bekamen die Menschen Angst. Sie rannten auf die Straße und liefen schreiend von Gebäuden und Trümmern weg. Sie haben Angst, dass ein so großes Unglück wie vor einer Woche noch einmal passiert. Selbst die Haitianer, deren Häuser beim Erdbeben nicht zerstört wurden, schlafen auf der Straße.
Bei dem Erdbeben am 12. Januar 2010 ist der gesamte Inselstaat zerstört worden. Viele Tausend Menschen sind von den Trümmern erschlagen worden und gestorben, mindestens 80 000 Menschen.
Viele Menschen auf der ganzen Welt helfen nun dem armen Land und schicken Rettungsmannschaften, Geld, Lebensmittel und Medikamente. Die Haitianer brauchen vor allem Trinkwasser. Daher hat zum Beispiel das Technische Hilfswerk aus Deutschland eine Anlage in Haiti aufgebaut, mit der schmutziges Wasser wieder gereinigt werden kann. Andere Länder wie die USA schicken Hilfspakete, die per Flugzeug über Haiti abgeworfen werden.
Obwohl viele Menschen helfen wollen, ist die Hilfe schwierig. Denn das Erdbeben hat fast alle Straßen, die Häfen und auch den Flughafen zerstört. Inzwischen wird versucht, wenigstens den Flughafen und den Seehafen zu reparieren, damit die Menschen in Haiti versorgt werden können.
dpa/wa