Die Körperscanner funktionieren wie ein Radar. Auf dem Monitor erscheinen dann die Körperumrisse der Passagiere - so, als ob sie nackt wären.Wer schon mal am Flughafen durch die Kontrolle gehen musste, kennt den Piepton: Der ertönt immer dann, wenn jemand in der Hosentasche Geld oder einen Schlüssel vergessen hat. Dann schlagen die Detektoren Alarm. Der Passagier könnte ja auch eine Waffe dabeihaben.
Doch vielen Politikern sind diese Metalldetektoren nicht mehr sicher genug. Die Geräte schlagen nämlich nicht an, wenn jemand Sprengstoff in der Kleidung versteckt. So konnte erst vor kurzem ein Mann aus Afrika unbemerkt Sprengstoff in ein Flugzeug schmuggeln, das in die USA geflogen ist. Das soll künftig verhindert werden – mit einem Körperscanner.
Diese Scanner (gesprochen: Skänner) durchleuchten die Menschen bis auf die Haut. Sie funktionieren wie ein Radar. Die Strahlung durchdringt die Kleider und wird vom Körper reflektiert. Auch Flüssigkeiten, Metalle und Sprengstoffe werden so sichtbar. Auf dem Monitor der Kontrolleure erscheinen dann die Körperumrisse der Passagiere – so, als ob sie gar keine Kleidung tragen würden. Deswegen werden sie auch Nacktscanner genannt.
An einigen Flughäfen in den USA und in den Niederlanden gibt es solche Geräte schon. In Deutschland sind die Scanner nicht erlaubt. Das liegt daran, dass viele Politiker dagegen sind: So befürchten einige, dass die Geräte zu viel zeigen. Schließlich zieht sich keiner gern vor Fremden aus. Sie sagen, dass jeder Mensch das Recht hat zu entscheiden, wer ihn nackt sehen darf.
Jetzt sollen Experten eine neue Version des Nacktscanners entwickeln. Dabei könnte das Gerät so abgewandelt werden, dass nur die Waffen und Sprengstoffe abgebildet werden. Die Menschen dagegen sind nur als Strichmännchen zu sehen. Wenn das funktioniert, sollen auch in Deutschland die Kontrolleure bald allen unter den Pullover schauen können.
Regine Warth