Früher konnten sich nur reiche Leute einen Weihnachtsbaum leisten. Heute kennt ihn jedes Kind.Weihnachten ohne den stachligen, grünen Tannenbaum ist fast undenkbar. Das war früher, vor etwa 400 Jahren, noch ganz anders. Da entstand der Brauch erst langsam. Nur reiche Leute konnten sich einen Baum für ihr Zuhause
leisten.
Aber was bedeutete der Tannenbaum zu Weihnachten? Mit dem grünen Baum wollte man früher Frische und Gesundheit ins Haus holen. Die Geister des Winters sollten vertrieben werden. Die Bäume wurden zum Beispiel mit Papierrosen, Äpfeln und Zuckerplätzchen geschmückt.
Ganz zu Anfang hatte der Tannenbaum einen großen Gegner: die katholische Kirche. Sie kritisierte den Baum als gottlosen Brauch.
Doch aufhalten konnte sie den Siegeszug nicht.
Um 1824 brachte der ostdeutsche Dichter Ernst Anschütz dann das wohl bekannteste Tannenbaum-Lied heraus: "O Tannenbaum, o Tannenbaum, wie treu sind deine Blätter! Du grünst nicht nur zur Sommerszeit. Nein, auch im Winter, wenn es schneit."
dpa