Foto: dpaAm 29. November ist der 1. Advent. Dann
zünden viele ihre erste Kerze am Adventskranz an. Und es steigt die Freude auf Weihnachten. Die Sache mit dem Kranz ist ein alter Brauch - aber auch der wurde irgendwann mal erfunden. Und zwar extra für Kinder - als Zählhilfe für die Tage bis Weihnachten.
Ganz am Anfang soll der Adventskranz nämlich viel mehr Kerzen gehabt haben. Der Erfinder dieses Kranzes soll ein Mann bei uns im Land gewesen sein - Johann Hinrich Wichern. Er leitete vor rund 170 Jahren in Hamburg ein
Heim für arme Kinder, um die sich sonst niemand richtig kümmerte. So wird es in vielen Geschichten erzählt.
Die Kinder sollen den Heimleiter jedes Jahr in der Weihnachtszeit gelöchert haben: Wie lange dauert es noch bis zum großen Fest? Johann Hinrich Wichern soll schließlich ein Wagenrad aufgestellt haben - mit vier großen weißen Kerzen für die Adventssonntage und vielen kleinen roten Kerzen für die Wochentage. Jeden Tag im Advent - bis Heiligabend - wurde dann eine Kerze angezündet. So konnten die Kinder die Tage runterzählen.
Das Wort „Advent“ kommt übrigens ursprünglich aus der lateinischen Sprache. Es leitet sich von „adventus“ ab. Das bedeutet Ankunft.
Mit Advent ist bei uns jetzt die Zeit der Ankunft von Jesus gemeint. Die Christen glauben, dass Gott seinen Sohn als Menschen auf die Erde geschickt hat. Seine Geburt oder die „Zeit seiner Ankunft“ soll in der Nacht
zum 25. Dezember gewesen sein.
dpa