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 (Foto: Marko Belser) Foto: Marko Belser

Hinter den Kulissen eines Musicals

Plötzlich ist es dunkel. Ein Fledermausschwarm flattert über die Wände , Rauch steigt auf. Aus dem Dunkel glühen grüne Augen. Ist denn schon Halloween? Nein, aber die 13. Schlau-mit-Paul-Aktion fand hinter den Kulissen des Hexen-Musicals „Wicked“ im SI-Centrum in Stuttgart statt. Und dort ist immer Halloween. Die zehn Kinder, die hinter der Bühne auf Entdeckungstour gingen, erfuhren jede Menge Wissenswertes über Musicals (sprich Miusikals).

220 Menschen helfen mit, dass die Show jeden Abend gespielt wird. Dazu zählen die Schauspieler, aber auch Techniker, Maskenbildner, Schneiderinnen, Friseure, Kartenabreißer und viele mehr. Ein Musical ist übrigens ein Theater, in dem nicht nur gesprochen, sondern auch getanzt und gesungen wird.

Acht Tonnen wiegt die Bühne von „Wicked“. Das ist mehr als zwei Autos zusammen. Es ist die schwerste Musicalbühne, die je gebaut wurde. Um die Bühne zu verändern, können Kulissen rein und raus gefahren werden. Die Kulissen zeigen mal eine große Uhr, mal ein Zimmer.

15 Sekunden dauert der kürzeste Kostümwechsel. Zwischen den Szenen müssen sich die Schauspieler oft umziehen. Hinter der Bühne steht dann an einer bestimmten Stelle jemand bereit, der ihnen dabei hilft. Auch alle Requisiten, wie etwa das Zauberbuch, haben ihren festen Platz, damit die Darsteller sie gleich finden.

Eine Stunde lang dauert es, bis die Hauptdarstellerin, die die grüne Hexe Ephalba spielt, geschminkt ist. In der sogenannten Maske bekommen die Schauspieler auch ihre Perücken, die aus echten Haaren gemacht werden.

580 verschiedene Kostüme gibt es. Klar, dass es da viel zu reparieren gibt. Darum kümmert sich die Theater-Schneiderei. Ein Kleid der Hexe Glinda ist besonders schwer. Es wiegt 15 Kilo, also so viel wie 15 Päckchen Mehl.

Die Darstellerinnen Willemijn Verkaik (in Wicked Hexe Elphaba) und Valerie Link (Hexe Glinda) beantworteten Fragen der Kinder:

Kai (12): Wie könnt ihr euch denn den ganzen Text merken?
Verkai: Wir hatten anfangs sechs Wochen Zeit, den Text und die Lieder einzustudieren. Jetzt stehen wir ja so oft auf der Bühne, dass wir nichts mehr vergessen.

Julia (10): Ist das anstrengend, sich jeden Tag eine Stunde lang schminken zu lassen?
Verkai: Nein. Das ist meine Ausruhzeit nach den Proben

Alessa (11): Ist bei der Aufführung schon mal was schiefgegangen.
Link: In einer Szene fliegt Glinda. Manchmal funktioniert die Technik nicht. Eine Kollegin von mir in einem anderen Musical ist schon mal aufs Orchester gefallen, das in einer Vertiefung sitzt.

Natalie (11) an Elphaba: Würden Sie gerne die Hexe Glinda spielen?
Verkai: Ja, das wäre lustig. Ich bin aber für manche Kostüme zu groß.

Julia (10): Wie wird man Musical-Darsteller?
Link: Ich habe immer gern getanzt und gesungen. Später habe ich drei Jahre lang Musical studiert.

 
Jürgen und Sabine vom Palladium Theater machten die Führung mit den Kindern
Foto: Marko Belser
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Lisa Welzhofer