Foto: dpaGold ist ein Edelmetall. Das heißt: Es ist sehr widerstandsfähig und geht nicht so schnell kaputt. Gold kommt in Gestein vor - in sogenannten Erzen. Arbeiter holen das Edelmetall aus Bergwerken aus der Erde nach oben, etwa in Südafrika.
Das Gold wird aber auch durch Wasser aus den Steinen gewaschen. So wandert es mit dem Wasser aus den Bergen in die Flüsse. Vor allem in Nord- und Südamerika gibt es Leute, die als Goldwäscher arbeiten. Sie schöpfen mit breiten Pfannen Fluss-Sand und suchen darin nach Goldkörnern. Größere Körner werden auch Nuggets (sprich: Naggets) genannt.
Bei uns werden in Läden verschiedene Arten Gold verkauft: Rotgold, Gelbgold und Weißgold. Das sind Mischungen mit anderen Metallen.
Bei Rotgold geben Hersteller noch Kupfer und etwas Silber hinzu. Für die rötliche Farbe ist der hohe Anteil von Kupfer verantwortlich. Anders ist das bei Gelbgold: Es handelt es sich um eine ähnliche Mischung, aber mit weniger Kupfer. Je nachdem, wie viel von einem Metall hinzugefügt wird, ändert sich die Farbe: Mit viel Silber ist der Farbton hellgelb. Mit mehr Kupfer ist der Farbton gelborange.
Außerdem gibt es Weißgold. Es sieht Silber recht ähnlich und ist eine Mischung, die für Schmuck mit Diamanten erfunden wurde. Das ist eine bestimmte Art von Edelsteinen. Bei einem Schmuckstück mit Weißgold sollen die Steine noch toller funkeln. Weißgold ist dabei ein Sammelbegriff für verschiedene Mischungen, zum Beispiel mit Silber und Palladium.
Nun ist Gold aber selten und deshalb sehr teuer. Meist werden die Körner für den Verkauf an Händler geschmolzen und in Barren gegossen. Ein Goldbarren, der ein Kilo wiegt, kann schon mal 20 000 Euro kosten.
Doch eigentlich wird Gold als Schmuck nicht in Kilo gewogen, sondern in Karat. Das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet kleines Horn. Es bezeichnet die hörnchenförmigen Samen des Johannisbrotbaumes. Früher hat man die Samen zum Wiegen benutzt.
Bei alten Waagen hängen zwei Schalen an einem Gestell - eine links und eine rechts. Ihr könnt euch das wie eine Wippe vorstellen. In die eine Schale legte man das Gold, in die andere die Samen. Beide Schalen sollten auf gleicher Höhe hängen. Je mehr Samen man dabei brauchte, desto schwerer war das Gold. Ein Karat entspricht übrigens rund 0,2 Gramm. Das heißt: Fünf Karat sind etwa ein Gramm.
dpa/joep