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Hexe Sophie und die Macht der Magie (Folge 1)

„Sophie, du hast verschlafen!“, rief eines Morgens eine kleine piepse Stimme. Das war die Stimme von Simon, ihrem kleinen Bruder. Vor diesem Rufen hatte Sophie noch geschlafen, doch jetzt war sie hellwach. In Rekordzeit schlüpfte sie in ihre Jeans und zog ihr T-Shirt an. Doch wo war bloß ihr Pullover geblieben? Sie durchwühlte ihren Kleiderschrank.

Einen Moment! Sie konnte gar nicht verschlafen haben. Ihre Mutter hätte sie schon längst geweckt! Natürlich! Es war Samstag! Darum hatte sie niemand geweckt. Ihr kleiner Bruder hatte sie wieder einmal ausgetrickst. Simon war aber auch echt eine Nervensäge. Doch in ihrem Haus gab es noch ein Monster, besser gesagt, eine totale Zicke. Sie war älter als Sophie und hatte den Namen Leonie.

Sophie lief aus ihrem Zimmer, direkt zum Frühstückstisch. Alles war schon gedeckt und Simon, Leonie, Mama und Papa saßen schon dort. Sophie setzte sich zu ihnen und so nahm der Tag seinen Lauf.

Nach dem Frühstück ging Sophie in den Garten, um ein bisschen Luft zu schnappen. „Wuff!“, was war das denn? War das ein Bellen? Sophie schaute auf den Boden. Vor ihr stand ein maximal 15 cm großer Hund. Er hatte braunes Fell mit weißen Pfoten. Sophie nahm ihn auf die Hand und streichelte ihn. Moment! Sophie zwickte sich. Hatte der Hund etwa gerade etwas gesagt?

Nein, das hatte sie sich sicher nur eingebildet. Hunde können nicht sprechen, oder? „Bist Du Sophie?“, doch der Hund hatte wirklich mit ihr gesprochen. „Ähhh … jaaa ich bin Sophie“ stammelte sie, denn was sagt man schon zu einem sprechenden Hund? „Ich muss Dir etwas sagen, aber Du musst mir versprechen, es nicht zu verraten, versprochen?“ „Versprochen“ sagte Sophie, die ihren eigenen Augen immer noch nicht traute.

„OK, also jeden Monat wird ein Mensch ausgewählt, der es vielleicht würdig ist eine Hexe zu werden“, begann der Hund. „Heißt das, ich könnte eine richtige Hexe werden?“, fragte Sophie gespannt. Der sprechende Hund fuhr fort: „Wenn du dessen würdig bist, schon. Wir werden das jetzt gleich mal testen“.

Er streckte beide Pfoten aus seinen Rücken und sprach weiter: „In der einen Pfote habe ich Hexenkräfte, in der anderen nichts. Die Hexenkräfte erkennst Du an einem hellen, kunterbunten Licht. Alle würdigen Menschen nehmen automatisch die mit den Kräften. Also los!“ Er streckt Sophie beide Pfoten hin.

Sie war sehr aufgeregt. War sie es würdig eine Hexe zu sein? Ihre Hand zitterte als sie sie langsam ausstreckte, zur linken Pfote des Hundes! Sachte berührte sie die Pfote. Er öffnete sie und Sophie wurde geblendet und ein Energiestoß erfüllte ihren ganzen Körper. Da verbeugte sich der Hund vor Sophie und sagte: „Darf ich mich vorstellen, Hexe Sophie? Ich bin Tobias Sarasali. Ab jetzt Ihr heimlicher Zauberassistent. Über Ihr ganzes Leben in der Schule und zu Hause weiß ich schon Bescheid.“

Sophie verstand es nicht: „ Also bin ich jetzt eine Hexe, oder nicht?“ „Ja, sind Sie!“, sprach Tobias. „Ihr Hexenbuch liegt oben. Für normale Menschen ist es unsichtbar.“, erklärte er. Sophie schlug vor: „Komm, lass uns hoch in mein Zimmer gehen.“

Während die beiden die Treppe hochstiegen fragte sie: „Und du? Werden sie dich sehen können?" - „Ich kann mich unsichtbar machen“, antwortete Tobias. Und Sophie hat wahrscheinlich auch schon ein paar Ideen was sie mit ihren neuen Hexenkräften anstellen wird…

Sanja