Hier seht ihr Grippe-Viren unter einem speziellen Mirkoskop. Auf dem Bild sind die Viren etwa 63 000-mal größer als in Wiklichkeit.Dauernd schnieft und hustet jemand. Manche Menschen sind zurzeit sogar so krank, dass sie im Bett liegen müssen.
Wenn wir eine Erkältung haben, sind meist Viren daran schuld. Ein Virus ist eine winzige Einheit der Natur. Das klingt komisch. Aber so richtig als Lebewesen kann man ein Virus nicht bezeichnen. Es kann sich zwar vermehren, aber dazu braucht es Hilfe. Und zwar die Hilfe einer Zelle.
Das kann die Zelle eines Menschen, eines Tiers oder einer Pflanze sein. Zellen sind so etwas wie Minibausteine, aus denen sich ein Lebewesen zusammensetzt. In einer solchen Zelle nistet sich das Virus ein. Es zwingt sie, Nachkommen des Virus zu produzieren. Dabei wird die Zelle oft beschädigt oder geht kaputt. Wenn das passiert, fühlt sich der Mensch oder das Tier krank.
Viele Viren sind also Krankheitserreger. Sie können ganz verschiedene Krankheiten auslösen, zum Beispiel Schnupfen oder Husten. Aber wie gelangen sie in den Körper? Meist nehmen wir sie in Form von Tröpfchen auf. Zum Beispiel niest jemand neben uns und vergisst, die Hand vors Gesicht zu halten. Schwupps, schon schweben die Viren zu uns.
Aber keine Panik! Nicht immer werden wir davon krank. Jeder von uns hat so etwas wie eine Körperpolizei in sich: das Abwehrsystem. Es wird auch Immunsystem genannt. Das sind winzige Zellen und Stoffe in uns.
Sie versuchen, die Erreger zu vernichten. Oft klappt es, manchmal nicht. Es kann sein, dass das Abwehrsystem geschwächt ist, oder es sind einfach zu viele Erreger. Dann werden wir krank.
Gefährlicher als eine Erkältung ist eine echte Grippe mit Fieber. Sie kann durch unterschiedliche Grippeviren ausgelöst werden. Im linken der beiden Schwarz-Weiß-Bilder seht ihr solche Grippeviren. Forscher haben sie unter ein Mikroskop gelegt. So sind die Viren hier etwa 63 000-mal größer als in echt.
Gegen viele Grippeviren kann man sich schützen, mit einer Impfung: Man bekommt ganz kleine Mengen von abgeschwächten Grippeviren gespitzt. So kann sich die Körperpolizei auf den Angriff der echten Viren gut vorbereiten. Allerdings muss man das tun, bevor es einen erwischt hat.
Auch Bakterien können uns krank machen. Sie sind winzige einzellige Lebewesen. Sie teilen sich, um sich zu vermehren. Auf dem rechten Foto seht ihr zum Beispiel Pneumokokken in 40 000-facher Vergrößerung. Sie können eine Lungenentzündung auslösen. Zum Glück gibt es Medizin, mit der man sehr viele Bakterien vernichten kann.
Und auch nicht alle Bakterien sind schädlich für uns. Forscher gehen davon aus, dass in unserem Körper und auf unserer Haut viel mehr Bakterien leben als wir Zellen haben, also Billionen! Viele sind sehr nützlich. Sie helfen uns unter anderem bei der Verdauung.