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 (Foto: Jasmin Bühler) Foto: Jasmin Bühler

Jede Menge Arbeit für zwei Stunden Show

In einer Stunde geht es los. Dann beginnt das Musical „Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär“. Nach und nach kommen immer mehr Kinder und Erwachsene in die Porsche-Arena in Stuttgart. Während es sich die meisten der etwa 2000 Besucher auf ihren Plätzen bequem machen, dürfen elf Jungen und Mädchen einen Blick hinter die Bühne werfen.

Es sind die Teilnehmer der Aktion Schlau mit Paul. Sie wurden unter mehr als 100 Bewerbern ausgelost. Seit September bietet unser Kinderchefreporter immer wieder einigen Kinder die Möglichkeit, spannende Bereiche des Lebens zu erkunden. Am vergangenen Sonntag stand der Besuch des Käpt’n-Blaubär-Musicals mit einer Führung hinter den Kulissen auf dem Programm. Kulisse, so werden das Bühnenbild oder auch die ganze Bühne oft genannt.

Dahinter, für die Besucher normalerweise nicht sichtbar, ist vor und während der Vorstellung unheimlich viel los. Pascal (11), Juliane (10) und die anderen Kinder bilden einen Kreis um Jasper Barendregt. „Hallo, liebe Kinder. Ich bin Jasper“, begrüßt sie der 35-Jährige. „Wie ihr seht, liegen hier ganz viele Sachen herum. Also passt schön auf, dass ihr nicht stolpert und bitte fasst nichts an.“ Typisch Erwachsene! Immer sagen sie, dass man nichts anfassen soll.

Aber Jasper hat einen guten Grund, warum er das sagt. Überall liegen Masken und Kostüme und Teile der Bühnendekoration verteilt. „Alles hat seinen Platz, damit die Darsteller ihre Sachen nachher schnell finden.“ Nun ist es gegen 13.30 Uhr. Doch schon am Morgen des Vortags haben die Leute, die für die Technik und für die Bühnenausstattung zuständig sind, mit dem Aufbau angefangen.

Nun sind sie in den letzten Zügen. Hat die Vorstellung erst einmal begonnen, muss alles schnell gehen. Stellt euch mal vor, jemand würde sein Kostüm nicht rechtzeitig finden. Das wäre peinlich!

14 Darsteller stehen bei diesem Musical auf der Bühne. Sie müssen gut singen, tanzen und schauspielern können. Einige von ihnen sind schon in der Garderobe und ziehen sich zum Teil bereits um.

Andere lassen sich von Maskenbildnerin Sybille Ridder schminken. So wie Oliver Sekula. Er spielt Groot, den Schweinsbarbar. Mit ihm geht Blaubär in die Schule. Schließlich handelt das Musical von den Abenteuern des Käpt’n, als er noch jung war. Bei seiner Verwandlung in Groot bekommt Oliver Sekula unter anderem dicke Augenbrauen aufgeklebt.

„Und wen spielst du?“, will Luca (7) von Jasper wissen. Jasper grinst: „Niemanden. Ich bin der Projektleiter.“ Der sorgt dafür, dass alles klappt. Und das kann ganz schön anstrengend sein. In acht deutschen Städten wird das Musical gezeigt. Immer wieder heißt es: aufbauen, abbauen, weiterfahren, aufbauen... Der ganze Tross ist mit drei Lastern und zwei Bussen unterwegs.

In Stuttgart wird das Musical an diesem Tag zweimal hintereinander aufgeführt. Danach beginnt der Abbau des Bühnenbilds. Gegen halb eins nachts starten die Techniker mit den Bussen nach Frankfurt im Bundesland Hessen. Am nächsten Morgen beginnt dort wieder der Aufbau.

 
Langsam kommen immer mehr Besucher in die Porsche-Arena in Stuttgart. In etwa einer halben Stunde beginnt das Musical.
Foto: Jasmin Bühler
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Marie-Luise Joepgen