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Pirat Gabriel am Steuerrad (Foto: Katharina Sorg) Pirat Gabriel am Steuerrad
Foto: Katharina Sorg

Piraten in Sicht!

Los, Leute! Beeilt euch!“ Moritz (9) hat den schwarzen Piratenhut mit dem weißen Totenkopfzeichen tief ins Gesicht gezogen. In den Händen hält er einen Holzstock. Mit viel Kraft rammt er ihn immer wieder in das Kanonenrohr. So will er einen roten Plastikball in die richtige Position bringen.

Als Moritz fertig ist, steckt Simon (7) einen Schlüssel in ein Loch hinten an der Kanone. Der Ball schießt heraus . . . und landet neben einem Korb. „Mist!“, flucht Moritz wie ein echter Pirat. „Der hätte reinsollen.“

Gemeinsam mit 19 anderen Kindern hat Moritz diese Woche die Piraten-Ausstellung besucht. Sie hatten einen Platz bei Schlau mit Paul gewonnen. Und so öffnete das Landesmuseum Württemberg in Stuttgart extra für sie.

Dort lernten die Kinder viel über Piraten. Obwohl die meisten schon richtige Seeräuber-Experten sind. Wie etwa Janik. „Es gab ja auch Piratinnen. Die hießen Anne Bonny und Mary Read“, erzählt der Neunjährige. „Anne Bonny ist spurlos verschwunden. Mary Read ist an Fieber gestorben.“ Und Janik weiß noch mehr: „Der Käpt’n auf einem Piratenschiff wurde von der Mannschaft gewählt wie ein Bürgermeister.“

Trotzdem: Jedes Kind lernt an diesem Tag etwas dazu. Zum Beispiel die Sache mit den Schatzinseln. „Wer glaubt, dass es Schatzinseln auch in echt gab?“, fragt Tanja Karrer vom Museum. Fast alle strecken. „Na, ja“, sagt Tanja Karrer. „In Wirklichkeit waren die eher selten. Die Piraten zogen sich auf einsame Inseln zurück. Dort reparierten sie die Schiffe und teilten die Beute auf. Aber Schätze haben sie eher nicht versteckt. Sie hatten zu große Angst, sie nicht mehr zu finden.“

Und mit den Kanonen haben die Seeräuber auch nicht einfach losgeballert, weiß Tanja Karrer. „Wenn sie ein Schiff an der Seite trafen, sank es mitsamt der Beute. Also versuchten die Piraten, auf den Mast zu schießen.“ Freilich mit echten Kanonenkugeln und nicht mit roten Plastikbällen wie Moritz. So konnten ihre Opfer nicht mehr flüchten.

 
Wir waren dabei: Denis (7) aus Filderstadt
Foto: Katharina Sorg
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joep